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Chronik 2009/10

01.06.2010 | Kategorie: FOS  BOS 

Abschlussfahrt der FOS/BOS nach Rom 2010

Kaum war das Abitur geschafft, ging es ans Kofferpacken. Zwanzig Schüler der Fach- und Berufsoberschule Landshut-Schönbrunn nahmen mit großer Begeisterung die Anregung ihrer Schulleitung auf, zusammen mit Herrn Ebermeier und Frau Euring eine Studienfahrt nach Rom zu unternehmen, die zugleich als Abschlussfahrt ihre Schulzeit abrunden sollte.

Die ganze Fülle der Kunst- und Kulturschätze Roms in sechs Tagen zu erkunden, ist völlig unmöglich, deshalb mussten Schwerpunkte gesetzt werden. Besonderes Interesse fanden dabei die Überreste des antiken Roms, hatte doch ein großer Teil der Schüler seine allgemeine Hochschulreife über Latein als zweiter Fremdsprache erworben. Entsprechend verwandte man einen langen Tag für die Besichtigung der Diokletiansthermen, des Forum Romanum, der Traiansmärkte, des Colosseums, des Forum Boarium (des antiken Rindermarkts in Tibernähe mit dem Portunus- und dem Herkulestempel) und des Circus Maximus, jener durch seine gewaltigen Ausmaße (Länge 620 m, Gesamtbreite 140 m) beeindruckenden Anlage, in der die alten Römer ihre Wagenrennen austrugen bzw. durch vier Renngesellschaften austragen ließen, die nach ihren Farben bezeichnet wurden: die Grünen, die Blauen, die Roten und die Weißen.

Am nächsten Tag konnten die Schüler in den Kapitolinischen Museen auf Entdeckungsreise gehen, ehe sie sich über das Marcellustheater zum Pantheon begaben, dem laut Inschrift von 1632 „berühmtesten Bauwerk der ganzen Welt“. Auf der Piazza Navona fand man schließlich bei Eis und kühlen Getränken die wohlverdiente Entspannung.

Mit der Geschichte des frühen Christentums beschäftigte man sich beim Besuch der Katakombe San Callisto, an der Schüler wie Lehrer neben dem historisch Interessanten vor allem auch die höchst angenehme Temperatur von ca. 18 Grad Celsius zu schätzen wussten, eine wahre Wohltat angesichts der täglich rund 30 Grad in der römischen Sonne.

Unter die Erde ging es nach einem Besuch von S. Giovanni in Laterano und der Heiligen Stiege auch in der Kirche San Clemente in der Talsole zwischen Caelius und Colle Oppio. Der erste Abstieg führte die Schüler in die Unterkirche mit ihren Fresken aus der Zeit um 850. Von dort aus stiegen sie voller Neugierde noch weiter hinab, auf etwa zehn Meter unter das heutige Straßenniveau; hier standen sie nun auf dem Boden des antiken Roms, und zwar zwischen den Mauern altrömischer Häuser. Der unterirdische Rundgang führte sie auch zu einem fast zweitausend Jahre alten Heiligtum des Gottes Mithras. Das gut erhaltene Kultbild zeigt den Schöpfungsmythos dieser einst viele Anhänger zählenden Religion. In S. Pietro in Vincoli schlug Michelangelos „Moses“ (1513 – 1516), ein Meisterwerk der Renaissance-Skulptur, jeden Betrachter in Bann.

Ein ganzer Tag war der Engelsburg, dem Petersdom und den Vatikanischen Museen gewidmet, die mit Raffaels „Schule von Athen“, der Sixtinischen Kapelle und der Laokoongruppe einen, wenn nicht den Höhepunkt der Romreise bildeten.

Bei so viel Kultur und alten Steinen bedurfte es natürlich auch ausgedehnter Erholung, die man sich allabendlich am Trevi-Brunnen, auf der Piazza Navona oder auf der Spanischen Treppe gönnte. Ihren „freien Tag“ verbrachten die Schüler entweder am Strand von Ostia oder bei Einkaufstouren durch das moderne Rom.


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